Kirchweih 2006

Bürgermeister Maar im Vergleich mit Dieter Bohlen

Alexandra Batz und Horst Rehder von der Theatergruppe des FC Niederlindach begeisterten beim „Fränkischen Abend“

tl_files/Hauptverein/webseitenbilder/veranstaltungen/Biernstich2006.jpg

NIEDERLINDACH — Zum dritten Mal begann der FC Niederlindach seine Kerwa mit einem „Fränkischen Abend“. Die Theatergruppe des Vereins brillierte mit einem humorvollen Blick auf das Ortsgeschehen, die Heckenmusikanten spielten und Bürgermeister Helmut Maar stach das erste Fass an.

Schnell füllte sich das Zelt neben dem Sportheim in Niederlindach und die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun, um die Gäste zufrieden zu stellen. Für die richtige Stimmung im Zelt sorgten die Heckenmusikanten. Mit ihren volkstümlichen Klängen begeisterten sie vor allem, als einige der Musiker die Bühne verließen und sich unter die Gäste mischten.

„Superstars“ aus Heßdorf

„Heßdorf sucht den Superstar“, zumindest wenn Alexandra Batz und Horst Rehder von der Theatergruppe auf die Bühne treten. Horst Rehder verwurstete bekannte Stücke und unterlegte sie mit einem auf Heßdorf passenden Text. So erklang zum Beispiel „Who the F. . . a Rechnung“ zu der Musik des Smokie-Hit „Living next door to Alice“. Alexandra Batz konnte da nur verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Wenn ihr Horst berühmt werden will, solle er doch für das Bürgermeisteramt kandidieren. Das könne er nicht, meinte Horst dazu, er überschreite die vorgeschriebene Mindestgröße. Außerdem sei der Bürgermeister ja Jury-Mitglied, weil er mindestens so viel von Musik verstehe wie Dieter Bohlen. Für das Amt des Bürgermeisters käme nur noch einer in Frage: der Vorsitzende des FC Niederlindach, Matthias Bayer; er habe die erforderliche Körpergröße.
Aber in einem Punkt gebe er endlich nach. Er habe nach langem Drängen ein Ehrenamt übernommen. Weil Jürgen Hendel, der Kassier des Vereins, sich vor seiner Frau fürchte, habe er, Horst, jetzt das Amt des „Sexualberater-Ehrenamtlich“ übernommen. Kommentar von Alexandra: „Die Berater übernehmen immer Aufgaben, von denen sie nichts verstehen“. Damit aber noch nicht genug, auch auf andere Vereinsgrößen wurden Seitenhiebe verteilt. Dem Publikum gefiel die Aufführung, und vor allem die gekonnten Gesangseinlagen mit eigener Gitarrenbegleitung rissen die Zuschauer zu Begeisterungsstürmen hin.

Auch heuer hat ein Team des FC wieder das Kommando in der Küche übernommen. Der „hauptamtliche“ Wirt macht derzeit Urlaub. Durch den Zusammenhalt im Verein und der Mithilfe vieler lief aber alles wie am Schnürchen. Heute endet die Kerwa mit dem Frühschoppen ab 10 Uhr und dem Mittagstisch ab 11 Uhr. Ab 18.30 Uhr wird der „Betz’n rausgetanzt“. Anschließend spielt der „Sound Express“ zum Ausklang.

NN 14.08.2006 von THOMAS SCHÄFER

Der Bürgermeister, Tai Chi und eifrige Ortsburschen

KIRCHWEIH  In Niederlindach wurde ausgelassen gefeiert. Der fränkische Abend war ein besonderer Höhepunkt.

tl_files/Hauptverein/webseitenbilder/veranstaltungen/Maibaum2006.jpg

Niederlindach - Gut besucht war das Zelt am Kirchweihfreitag, als gegen 20 Uhr Bürgermeister Helmut Maar mit dem Bieranstich die Kirchweih offiziell eröffnete. Trotz Spritzer erledigte er seine Afgabe gekonnt: nach zwei kräftigen Schlägen floss der begehrte Gerstensaft auf dem Fass. Neben Maar waren auch dessen Vertreter Alfons Eck, Vertreter der einheimischen Banken sowie zahlreiche Gemeinderäte gekommen, um zu den Klängen der „Heckenmusikanten“ einen schönen Abend im Zelt zu verbringen.

Wer allerdings zum Bieranstich fehlte und somit auf das Freibier verzichten musste, waren die Ortsburschen. Diese waren just zur gleichen Zeit mit dem Suchen und Ausgraben eines Bierfasses beschäftigt.

Der Abend wurde durch die Einlagen der Theatergruppe des 1. FC Niederlindach aufgelockert. Bei deren Auftritten ging es wie auf dem Land üblich um Kuriositäten des vergangenen und des aktuellen Jahres in der Gemeinde. Auch die WM fehlte nicht und so kam ein Zwiegespräch zwischen Moni, Heidi und Luis bei den Besuchern sehr gut an.

Als es um die Gemeinde ging, war Bürgermeister Helmut Maar derjenige der auf die Schippe genommen wurde. Da fragten sich die Drei, ob der Bürgermeister seit Neustem einen Tai-Chi-Kurs besucht. Auf die Frage weshalb, antwortete Heide: „Naja die Anni, das ist die Frau vom Bürgermeister, stand neulich eine ganze Woche jeden Tag in der Früh im Garten und hat in die Hände geklatscht. Alle paar Minuten is in Garten grennt und hat es so gmacht. Am Nachmittag war dann der Bürgermeister dran, der hat`s anscheinend nachmachen müssen. Luis meinte, „Vielleicht macht man das so, wenn man im dritten Frühling ist, worauf Moni entgegnete: „Ihr seid alle auf dem falschen Dampfer. Die beiden haben mit ihrem Geklaschte die Vögel vom Kirschenbaum vertrieben. Die Moral von der Geschicht, der „Burger“ war wohl zu geizig, ein Netz zu kaufen.

Am Samstag waren die Ortsburschen gefragt, als neben dem Sportheim der Kirchweihbaum aufgestellt wurde. Bevor unter dem Kommando von Bernhard Ackermann die 30-Meter-Fichte in Rekordzeit in die Senkrechte gebracht worden war, war Schwerarbeit angesagt. Die 19 Ortsburschen brachen bereits in den frühen Morgenstunden auf, um den Kirchweihbaum bei der „Roten Marter“ im Wald bei Untermembach zu holen. Nach getaner Arbeit ging es mit dem Traktor, am Steuer saß Heiner Gumbrecht, wieder Richtung Niederlindach, wo der Baum am Nachmittag geschmückt und unter den Augen vieler Schaulustiger aufgestellt wurde.

Auf dem Weg vom Wald bis zum Sportheim wurden die Ortsburschen bei ihren Sangeskünsten von den „Heckenmusikanten“ musikalisch unterstützt. Verabschiedet wird die Kirchweih traditionell mit dem Betzn raustanzen am heutigen Montagabend.

(FT 14.08.2006 von Roland Meister)

Kerwastart mit Schlachtschüssel

1. FCN  Die Sportler in Niederlindach rufen zur Kerwa und die Gäste kommen. Auch nach dem Jubiläumsjahr 2005 geht´s mit der Tradition weiter: Fünf Tage feiern und die Sportler unterstützen.

Niederlindach - Eigentlich ist der Fassanstich durch den Bürgermeister die offizielle Eröffnung zur Kerwa. Auch in Niederlindach wird der erste Bürgermeister Helmut Maar diese rituelle Handlung vollziehen, aber der offizielle Start ist bereits einen Tag vorher.

Der 1. FCN, der Sportverein ist der Ausrichter der fünf fröhlichen Tage, ruft schon am Donnerstag zum traditionellen Schlachtschüsselessen ins Vereinsheim. Kesselfleisch, Blut- und Leberwurst und Rippla sorgen dafür, dass Gäste aus dem ganzen Landkreis nach Niederlindach kommen. So ist zum Beispiel ein Vereinsmitglied dabei, das schon seit Jahren in Möhrendorf wohnt. Aber zum Schlachtschüsselessen ist er da.

Ebenfalls gesichtet der Weisendorfer Unternehmer Peter Brehm, der sich die frischen Würste munden ließ. Und wer fertig war mit Essen, und noch Zeit hatte, widmete sich dem Schafkopf. Gekartelt wurde von Einigen da nn bis spät in den Abend. Um 21 Uhr sorgten „Thoe membos“ für die richtige Stimmung.
Erster Vorsitzender Matthias Bayer zeigte sich mit dem Mittag zufrieden. Rund 100 Gäste konnten durch den 1. FCN bewirtschaftet werden, beste Voraussetzungen für einen guten Kerwa-Verlauf, inklusive Fass-Anstich.

(FT 11.08.2006 Michael Busch)

Schöne Tradition: Austanzen

Kerwa  Acht Paare tanzten mit.

tl_files/Hauptverein/webseitenbilder/veranstaltungen/raustanzen2006.jpg

Niederlindach - Ein Höhepunkt der Kerwa war wieder das „Maier raustanzn“ oder auch „Betzn raustanzen“.

Acht Paare hatten sich zu diesem Zweck in dem 486 Einwohner zählenden Dorf „gefunden“. Die Kirchweihburschen tragen bei dieser Gelegenheit eine schwarze Hose und weißes Hemd, die Mädchen ebenfalls einen schwarzen Rock mit weißer Bluse.

Vom Festplatz ausgehend holten die Kirchweihburschen ihre Mädchen mit Musikbegleitung im Gasthaus Jägerruh ab. Erst dort erhielten sie von ihrer jeweiligen Herzdame die bestickte und mit Blumen geschmückte Schürze umgebunden. Außerdem „putzten“ sie den Tanzmaien, einen Birkenbuschen, mit bunten Bänden. Jede Tanzpartnerin erhielt einen Strauß und durfte auch die Reihenfolge auslosen, in der sie mit ihrem Partner den Baum umschreiten sollte.

Die Paare begaben sich in der bestimmten Reihenfolge zum Festgelände, wo dann unter den Klängen der Musik der Baum umrundet wurde. Dabei gaben die Kirchweihburschen, die in der Rechten ihren Bierkrug trugen, selbstgedichtete, aktualisierte und alte Kirchweihlieder zum Besten. Als der Wecker unter der Decke klingelte, hielt gerade Thomas Willert den Tanzmaien in der Hand. Gemeinsam mit seiner Tanzpartnerin Johanna Seitz wurde er unter den Klängen der Kapelle in das Festzelt geleitet

Last update: 06.12.2017